Wenn von Data Vault gesprochen wird, dann sprechen wir über einen Modellierungsansatz für den Aufbau eines Data Warehouses. Der Grundgedanke zu diesem Modell wurde bereits in den 1990er Jahren von Dan Linstedt entworfen. Dabei lag der Fokus auf Agilität, Skalierbarkeit und der Anpassungsfähigkeit des Modells.
In der heutigen Zeit müssen Unternehmen ihr Geschäftsmodel in immer kürzer werdenden Zyklen anpassen und sich ständig den sich ändernden Marktbedürfnissen oder auch regulatorischen Anforderungen anpassen. Die Verantwortlichen stehen deshalb ständig unter Druck, die häufig sehr komplexgestalteten, bestehenden Datenstrukturen anzupassen. Dies ist mit unter äußerst anstrengend und teuer.
Dafür bietet der Ansatz des Data Vault eine Lösungsmöglichkeit, indem es die Eigenschaften aus der dimensionalen (Sternschema) und normalisierten Modellierungswelt miteinander verbindet. Dadurch kann eine Beschleunigung bei der Befüllung des Warehouses erreicht werden. Der wesentliche Vorteil liegt jedoch darin, dass wir bei der Erweiterbarkeit wesentlich flexibler sind als bei den klassischen Methoden. Durch die andere Art der Modellierung müssen bei Änderungen, meistens Regel, keine bestehenden Tabellen angepasst werden. Es reicht einfach neue Tabellen z.B. zusätzliche Satelliten (s.u.) ergänzt werden.
Beim Data Vault handelt es sich nicht um einen Ersatz des erprobten Sternschema, sondern um eine Ergänzung, indem es zur Modellierung des Data Warehouses (zentrale Datenbank zur Integration und Historisierung von Daten) verwendet wird.







